Modellautos begeistern schon seit Generationen, und unterscheiden sich in Automodelle, die zur reinen Anschauung dienen, und Modellautos, die funktionstüchtig sind. Es gibt bereits fertige Modelle zu kaufen, aber für viele die dieses Hobby betreiben gehört dazu, sich die Autos selbst zusammenzubauen. Je nach Marke, Detailtreue und auch Material sind richtige Schätze unter den Modellautos anzutreffen, die einen hohen Sammlerwert aufweisen, und somit zu einem sehr kostspieligen Hobby werden können. Aber auch für den schmaleren Geldbeutel sind viele Varianten auf dem Markt, mit denen dem Modellbau oder Sammeln von Automodellen ebenso nachgegangen werden kann.
Standmodelle – Die kleinen Originale
Eine sehr exakte Darstellung der originalen Vorbilder weisen die Standmodelle auf. Überwiegend sind diese Autos bereist fertig montiert und gebaut. Metall ist das gängige Material für das Grundmodell, während Anbauteile wie Fenster Reifen, Scheibenwischer und Scheinwerfer in den meisten Fällen aus Kunststoff hergestellt werden. Dies gilt jedoch häufig nur für die Modelle die größer sind als ein Maßstab von 1:87, alle kleineren Autos sind überwiegend aus Kunststoff gefertigt. Kleine Teile wie Scheibenwischer oder der Kühlergrill werden bei sehr kleinen Modellen auch aus Fotoätzteilen gefertigt. Eine weitere Variante gibt es bei den Rennwagenmodellen. Diese werden meist, um den Rennlook richtig zur Geltung zu bringen, mit Nass-Schiebebildern beklebt. Die gängigen Maßstäbe der Standmodelle liegen in Deutschland bei 1:87, 1:43 und 1:18, bei Nutzfahrzeugen wie LKWs, Bussen oder Baumaschinen ist auch das Maß 1:50 weit verbreitet.
Funktions- und Wettbewerbsmodelle
Funktionsmodelle werden mit Fernsteuerung oder als Slotcar betrieben. Hierbei werden, um die Funktionen einbauen zu können, Abstriche hinsichtlich der Originaltreue in Kauf genommen. Die bekanntesten Hersteller solcher Funktionsmodelle sind Scalextric, Ninco, Fly, SCX und Carrera, wobei letzterer vielen Erwachsenen noch aus der eigenen Jugend bekannt sein dürfte.
Wettbewerbsmodelle sind, wie der Name schon erahnen lässt, Autos mit denen internationale Wettbewerbe ausgetragen werden. Seit mehr als 30 Jahren treten sie in den unterschiedlichsten Klassen an, und werden mittels Verbrennungs- oder Elektromotor angetrieben. Sie sind nicht immer originalgetreu gestaltet, weisen jedoch optisch meisten einen hohen Anspruch auf. Doch nicht jedes Wettbewerbsmodell ist eine Nachbildung von Originalen, auch reine Zweckbauten sind geläufig, wie beispielsweise bei Speedmodellen.
Veredelte Modellautos
Der Begriff veredelt mag irreführend sein, im Grunde geht es um das Tuning von Funktionsmodellautos. Denn nicht nur die „großen“ Autos können getunt werden, das ist auch bei den Nachbildungen machbar, und ein sehr beliebtes Hobby.Vorangebracht hat diese Sparte der Modellautos besonders der Hersteller Jadotoys und in jüngeren Zeiten auch Maisto. An Beliebtheit hat das Tuning, sowohl bei den echten Autos als auch bei den Modellen, im Jahr 2001 mit dem Film „The Fast and the Furious“ gewonnen. Die illegalen Rennen mit möglichst hoch getunten Autos faszinierten und ließen so manche Idee aufkommen.
Weit verbreitet ist das Modellauto-Tuning vor allem beim Maßstab 1:18. Dieser bietet die größten Möglichkeiten für die Modifizierung aufgrund seiner Detail-Fülle. Heutzutage bekommt man viele Teile, die für das Tuning nötig sind, in Online-Modellautoshops. Hier kann auch in Ruhe das Sortiment durchstöbert werden, um noch mehr neue Ideen für das eigene Modell zu sammeln.
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